Produktfälschungen aus China – ein wirkliches Problem

Im Urlaub am Strand, an der Straßenecke in der Großstadt, seit Jahren zunehmend auch im Internet – etwa auf Versteigerungsbörsen: Immer wieder kommt man mit gefälschten Markenprodukten in Kontakt. Die Produktpiraterie boomt – man will sich mit dem Style bekannter Labels Vorteile verschaffen, bei gleichzeitig schlechterer Qualität. Geklaute Ideen, umgesetzt in giftigen Färbemitteln, schlechten Materialien, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen: Der Schaden für die echte Marke und die Arbeitskräfte in Ländern, wie China, die oft unter härtesten und überaus ungesunden Bedingungen für kaum nennenswerte Löhne schuften, ist kaum zu beziffern.

Einfuhrkontrollen schaffen Abhilfe

Ob auf dem Seeweg, als Luftfracht oder per Paket: Der deutsche Zoll hat alle Hände voll zu tun, um die Plagiate, die die Textilbranche, den Schmucksektor und andere Wirtschaftszweige beeinträchtigen, zu finden. Wie im Fernsehen oft zu sehen, ein sehr anstrengender, verantwortungsvoller Job: Jede Lieferung, jedes Paket und Gepäckstück wird geröntgt und bei einem Verdacht auch geöffnet. Finden sich gefälschte Waren, nicht nur aus China, im Inhalt, wird dieser nicht nur unbrauchbar gemacht beziehungsweise vernichtet.

Die Drahtzieher und Beteiligten – und dazu gehören auch arglose Internetkäufer – werden zur Rechenschaft gezogen. Hausdurchsuchungen, Ermittlungen bezüglich der Hintermänner und natürlich die Strafverfolgung werden in den letzten Jahren forciert – dennoch ist die Kauflust der Menschen unverständlicherweise ungebrochen.

Wer behauptet, keine Fälschung hinter einer angeblichen Jack Wolfskin Jacke, einer Gucci Brille oder einer Rolex Armbanduhr zu vermuten, die für einen lächerlichen Betrag angeboten werden, braucht nicht auf Gnade hoffen. Der Erwerb von Waren aus dem Bereich Produktpiraterie ist verboten und wird bestraft. Wer sich eine Markenjeans, einen Mantel von einem bekannten Label oder andere Textilien im Internet – vor allem aus einer Privatauktion heraus – kauft, sollte unbedingt Echtheitsnachweise verlangen. Übrigens stand schon im Jahr 2003 China an zweiter Stelle der Beschlagnahmefälle.

This entry was posted on Donnerstag, Oktober 11th, 2012 at 2:11 pm and is filed under Textilindustrie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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