Smog lähmt Chinas Hauptstadt Peking

Über Peking liegt eine Smog-Glocke, wie sie die Stadt noch nie zuvor erlebt hat. Konsequenterweise hat Peking deshalb die Alarmstufe Orange ausgerufen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt. Orange ist die zweithöchste Stufe, die die Skala bei Smog vorsieht. Bei Ausrufung dieser Stufe tritt automatisch ein Notfallplan in Kraft, der weitreichende Auswirkungen auf das tägliche Leben und die Wirtschaft im Großraum Peking und in weiteren betroffenen Städten hat.

Starke Einschränkungen wegen gefährlicher Luftverschmutzung

Der Notfallplan sieht unter anderem vor, dass 30 Prozent des Fuhrparks der Stadt, der Regierung und der Partei vorübergehend stillgelegt werden. Des Weiteren wurden 54 Fabriken angewiesen, ihre Schadstoffemissionen um 30 Prozent zu reduzieren. Für viele Unternehmen aus der Chemie- und Metallindustrie bedeutet dies de facto die Einstellung der Produktion. Auch Zementfabriken und Automobilwerke haben den Betrieb vorläufig eingestellt. Darüber hinaus sind an Baustellen Erdarbeiten, die Staub produzieren, untersagt worden.

Auswirkungen auf die Menschen

Die Luftverschmutzung in Peking ist ohnehin sehr hoch. Die Smog-Glocke, die sich gebildet hat, weil es in den Tagen zuvor windstill war, verschärft die gesundheitlichen Probleme deutlich. So melden Krankenhäuser einen Anstieg von mehr als 30 Prozent von Patienten, die wegen Atemwegserkrankungen eine Klinik aufsuchen müssen. Betroffen sind vor allem Kinder und ältere Menschen. Auch bei Herz- und Kreislaufproblemen ist ein Anstieg zu verzeichnen, der ebenfalls auf den Smog zurückzuführen ist. Um Schüler vor gesundheitlichen Problemen zu schützen, wurden Freiluftaktivitäten an den Pekinger Schulen vorerst ausgesetzt. Grundsätzlich raten die Behörden allen Einwohnern der Stadt, ihre Wohnung nach Möglichkeit nicht zu verlassen. Kranke, Kinder und alte Menschen sollten ganz zu Hause bleiben.

This entry was posted on Freitag, Januar 11th, 2013 at 12:40 pm and is filed under Städte. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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