Der Knigge für den Chinabesuch

Wer in ein fremdes Land reist, sollte sich im Vorfeld mit den dort herrschenden Gegebenheiten und Umgangsformen beschäftigten. Dies gebietet schon die Höflichkeit. Bei Reisen ins europäische Ausland stellt dies kein großes Problem dar. Anders sieht es aus, wenn ein anderer Kulturkreis, etwa China, besucht wird. Vieles in China erscheint Europäern fremd und sonderbar. Ein etwas genauerer Blick zeigt aber, dass es gar nicht so schwer ist, sich den Chinesen in Sachen Höflichkeit anzupassen.

Lange Tradition in China

Viele der Verhaltensweisen in China können auf eine lange Tradition zurückblicken. So stammen manche Verhaltensweisen aus dem dynastischen China, andere wiederum aus der Zeit, in der China eine Republik war. Damals war das Land besonders starken westlichen Einflüssen ausgesetzt. Einflüsse, die mit militärischer Gewalt durchgesetzt wurden. Eine Tatsache, die man im Westen gerne vergisst. In China ist man zu höflich, um darauf hinzuweisen.

Respekt und Harmonie an oberster Stelle

Die in China zu beobachtende große Neigung zur Harmonie geht auf die dynastische Zeit zurück. Die damit einhergehenden Verhaltensweisen sind übrigens auch in anderen vergleichbaren asiatischen Ländern zu erkennen. Zu den bekanntesten Verhaltensweisen gehört die Wahrung des Gesichts. Auch in Europa kennt man das, allerdings in stark abgeschwächter Form.

Besonders beim Besuch großer Städte kann man als Tourist in China Zweifel an der Höflichkeit und dem Respekt der Chinesen bekommen. Es wird gedrängelt, laut geschrien und auf den Boden gespuckt. Schuld daran war Mao. Zur Zeit seiner Herrschaft machten sich nur die Bürger nicht verdächtig, die sich proletarisch verhalten haben. Diese Verhaltensweise hat sich ins kollektive Gedächtnis der Chinesen eingegraben und ist nur schwer wieder abzulegen.

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