Zunehmende Urbanisierung in China

Das rasante Wirtschaftswachstum in China zeigt sich vor allem in der Entwicklung der Städte. Die Urbanisierung nimmt in starkem Maß zu. Allen voran natürlich Peking, das längst zu den größten Metropolen der Welt gehört. Schanghai steht der Hauptstadt in Sachen Wachstum in nichts nach. Schneller wächst nur Shenzhen, eine Sonderwirtschaftszone, die zum großen Teil das Wachstum der chinesischen Wirtschaft beeinflusst.

Zehn große Ballungszentren erwartet

Experten erwarten, dass sich im Laufe des 21. Jahrhunderts zehn riesige Ballungsräume bilden, die über ganz China verteilt sein dürften. Man wird sie im Landesinnern, in den Grenzgebieten und natürlich an den Küsten finden. Vor allem das Perlfluss- sowie das Jangtsedelta werden aller Wahrscheinlichkeit nach zu den Regionen mit den größten Grad der Urbanisierung gehören. Gleichzeitig dürften sie die Lokomotiven der Wirtschaft Chinas sein. Dieses Ziel ist auch Teil des aktuellen Fünfjahresplans, der vorsieht, den Urbanisierungsgrad um jeweils knapp 1 Prozent pro Jahr zu steigern.

Probleme und Lösungen im Zusammenhang mit der Urbanisierung

Städte, die zu schnell wachsen, sind problematisch. Die Infrastruktur kann häufig nicht mithalten. Verkehrsstaus und schlechtere Luftqualität sind die Folge. Auch die Mieten und Immobilienpreise steigen stark, sodass sich nur ein Bruchteil der Bevölkerung das Leben in der Stadt leisten kann. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, legt Chinas Regierung viel Wert auf den Aufbau lebenswerter und umweltfreundlicher Stadtlandschaften. Dies wird zum Beispiel durch das Anlegen ganzer Satellitenstädte im Umland der großen Metropolen erreicht. Aber auch eine Fokussierung auf mittlere Städte mit maximal 500000 Einwohnern soll dafür sorgen, dass die Urbanisierung Chinas möglichst nicht auf Kosten der Einwohner geht. Ob diese Ziele letztendlich erreicht werden können, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

This entry was posted on Mittwoch, Dezember 5th, 2012 at 12:03 pm and is filed under Städte. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.