Das Wechselkurssystem in China

Ein Wechselkurssystem ist im Allgemeinen das Verhältnis zweier Währungen zueinander; jeder, der bereits einmal ausländisches Geld für seinen Urlaub getauscht hat, hatte mit diesem Thema also bereits zu tun. Wahlweise bei der heimischen Bank oder in einer Wechselstube vor Ort tauscht man seine Heimatwährung in die ausländischen Geldscheine beziehungsweise Münzen um. In größerem Rahmen findet man den Begriff Wechselkurssystem beim Aktienhandel – auch mit Devisen wird bekanntlich gehandelt. Während man beim Aktiengeschäft den Begriff „Trading“ verwendet, nennt man den Devisenhandel Forex-Trading.

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen einem festen und einem flexiblen Wechselkurs. Dem flexiblen Wechselkurs liegt der freie Devisenmarkt mit Angebot und Nachfrage nach den Währungen zugrunde; der feste Wechselkurs wird vom Staat gelenkt. Mischformen zwischen dem festen und flexiblen Wechselkurs gibt es in vielen Variationen. Wer im Forex Trading Geld verdienen möchte, muss jegliche Formen der Wechselkurssysteme kennen – wer im Devisenhandel hier nicht firm ist, kann nicht abschätzen, wann ein günstiger Zeitpunkt ist, um eine (fremde) Währung zu kaufen und wann man sie mit dem größtmöglichen Gewinn wieder verkauft.

In China spielen Devisen erst seit Ende der 1970er Jahre eine wichtige Rolle. Vorher hatte man sich gegenüber den westlichen Staaten abgeschottet, weder politisch noch wirtschaftlich engere Kontakte gepflegt. Dann aber begann eine sagenhafte Entwicklung von einem Außenseiter in Wirtschaftsfragen zu einem boomenden Land, das heute an der weltweiten Spitze der Exporte einen sicheren Platz hat. Also ist auch das Wechselkurssystem in China von bedeutender Wichtigkeit im Forex Trading und jedem sonstigen Handel.

Währung der chinesischen Volksrepublik ist der Renminbi; im westlichen Teil des Landes auch Yuan genannt. Diese Währung war lange Zeit offiziell nur mit dem US-Dollar verknüpft; heute nutzt man einen Währungskorb zur Bewertung des Renminbis, in welchem auch der Euro, der Yen und der Won aus Südkorea enthalten sind. Nach diesen Währungen erfolgt die Bewertung des chinesischen Renminbis. Beim Forex Trading mit dem Renminbi handelt es sich ausdrücklich um den Umgang mit einem fixen Wechselkurssystem; die chinesische Zentralbank interveniert hier, wenn sie Bedarf sieht und verschafft dem eigenen Land damit größte Vorteile, was immer wieder auch politische Brisanz hervorruft. Über viele Jahre hinweg war jeder Ausländer, der in China geschäftlich aktiv sein wollte, verpflichtet, dies der Volksrepublik anzuzeigen und sich dafür das sogenannte „Fremdengeld“ beziehungsweise die Foreign Exchange Certificates, abgekürzt FEC, zuweisen zu lassen. Ansonsten agiert die chinesische Zentralbank mit Devisenkäufen und ähnlichen Interventionen, um die eigene Währung zu kontrollieren, wie auch auf bpb.de nachzulesen. Auch über längst fällige Reformen im chinesischen Wechselkurssystem wird hier berichtet.

Interessant ist das chinesische Wechselkurssystem auch für Investoren, die in China mit ihrem Geld Immobilien als Geldanlage kaufen möchten. Hier hat es der Investor zum einen mit der staatlichen Kontrolle von Wohneigentum und Geschäftsimmobilien zu tun, muss natürlich aber auch eine günstige Gelegenheit abwarten, wenn er sein Geld gewinnbringend ausgeben möchte. Seit längerer Zeit sinken die horrenden Preise für Immobilien in China, wie bereits in diesem Artikel von uns berichtet wurde; den Markt zu beobachten und Chancen zu nutzen ist auf dem Immobilienmarkt ebenso wichtig, wie bei jeder Form vom Aktienhandel beziehungsweise Forex Trading.

This entry was posted on Mittwoch, März 20th, 2013 at 3:42 pm and is filed under Wirtschaft. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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