Von Nachhaltigkeit keine Spur, China verseucht die Welt

Von Nachhaltigkeit keine Spur, China verseucht die Welt

Als Wirtschaftsmacht hat sich China ganz schön gemausert. Von dem Staat, der jegliche Handelsbeziehungen mit der westlichen Welt verweigerte hat sich die Nation auf führende Wirtschaftsplätze vorgearbeitet. Europäische Firmen haben ihre Produktions-Standorte nach China (und in andere asiatische Staaten) verlegt – da locken Niedrig-Löhne, zum Teil billigere Materialkosten und – zum Leidwesen der Erde – eigentlich kaum existente Umweltauflagen. Wo in einem deutschen Betrieb Schornsteine mit Filteranlagen Vorschrift sind, kann in einem vergleichbaren chinesischen Unternehmen darauf verzichtet werden. Die Kosten für Anschaffung und Wartung der umweltschonenden Maßnahmen entfallen – und wieder kann ein wenig günstiger produziert werden.

Ebenso darf scheinbar jedes noch so mit Chemie verunreinigtes Wasser quasi frei nach Belieben in das nächste Gewässer, sei es Fluss, See oder Meer, geleitet werden; ein in Europa undenkbares Vorgehen, da man sich hier der Wichtigkeit eines sauberen Grundwassers, der gesunden Gewässer und der Konsequenzen eines Fehlverhaltens mittlerweile deutlichst bewusst ist. Doch auch hier kann man für den wirtschaftlichen Teil der Entscheidung, aus Kostengründen den Standort zu verlegen, durchaus Verständnis aufbringen, allerdings nur auf rein banale mathematische Art und Weise. Sieht man, wie Kinder in China verschmutztes Wasser trinken und krank werden, wie die Natur leidet und dem Ganzen kein Einhalt geboten wird, möchte man schier verzweifeln.

Der politische Einfluss anderer Staaten auf China ist – freundlich gesagt – gering. Man nutzt den Boom der Wirtschaft; beinahe als rücksichtlos ist es bezeichnen, wie man die Begriffe Nachhaltigkeit, Umweltschutz und auch Fair Trade mit der größtmöglichen Geringschätzung abtut, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Einige Aktivisten und natürlich die Versuche der Weltpolitik, ein Umdenken anzuregen – das ist alles, was gegen die Umweltpolitik der asiatischen Länder im Allgemeinen, aber natürlich dem riesigen Land China als einer der Hauptverursacher der Umwelt- und vor allem Wasserverschmutzung „arbeitet“. Sehr wichtig ist hier zum Beispiel die Arbeit von Greenpeace einzustufen, eine Vereinigung, die laut sagt, was es zu sagen gibt und auch niemals den Kampf aufgeben wird, Verbesserungen, auch auf gesetzlicher Ebene in China (und Rest-Asien) zu erzielen.

Die Konsumenten bestimmen mit!

Leider führen Gemeinschaften, wie Greenpeace den Kampf auch gegen westliche Konsumenten, die mit ihrem „Hauptsache billig“ Einkaufsverhalten das Feuer ja sogar noch schüren. Ein T-Shirt für gerade einmal 2 oder 3 Euro – wer das kauft, macht sich keine Gedanken darüber, wie das hergestellt wurde. Baumwolle aus nachhaltigem Anbau? Arbeitsbedingungen, die noch als menschlich zu bezeichnen sind? Faire Löhne und Arbeiten ohne garantierte Gesundheitsschäden? Das ist für diese Preise nicht realisierbar. Obwohl die Medien immer wieder über zerschundene Kinder, nahezu versklavte erwachsene Arbeitskräfte und kranke, von Chemikalien halb zerfressene Menschen zeigen, die für „uns“ die billige Kleidung herstellen, wird die Dumping-Preis Ware geradezu von den Kleidungsständern gerissen.

Selbst bei geringstmöglichem Gewinn könnte ein Unternehmen, das in der EU seinen Standort hat, zum Beispiel in Deutschland Mindestlohn bei geregelten Arbeits- und Urlaubszeiten mit Sozialabgaben zu zahlen hat und dabei noch die wirklich angebrachten, aber strengen Umweltauflagen erfüllen muss, diese Preise nicht realisieren. Doch solange die Nachfrage, die ja den Markt regelt, vorhanden ist, wird sie selbstverständlich auch bedient. Das gilt für Discounter und Marken, für beinahe alle Preissegmente: Schwarze Schafe, die auf Kosten der Umwelt und der fehlenden Nachhaltigkeit künftige Generationen vor Umweltkatastrophen nicht schützen, gibt es überall. Lieder wird viel zu wenig über die rühmlichen Ausnahmen, etwa das Modelabel Amor, berichtet, die konsequent die Richtlinien des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit befolgen. Dieses Unternehmen (und natürlich etliche andere) gehen den Gegenweg zur Billig-Manie und verbuchen sowohl wirtschaftlichen, wie geradezu selbstverständlich auch ökologischen Erfolg.

Gerade bei der Nachhaltigkeit zählt die Ausrede, kein Geld für teure Sachen zu haben, eher nicht: Die teureren Kleidungsstücke und Schuhe, die nicht auf Kosten der Natur hergestellt werden, halten deutlich länger, sind nicht so schnell zu entsorgen und müssen deutlich später ersetzt werden. Würde jeder so denken, und beim Einkauf auf nachhaltige Ressourcennutzung und faire Herstellung achten, wäre der Nährboden für die chinesische „Umweltpolitik“ schnell geschrumpft und einige Probleme würden sich quasi von selbst lösen.

This entry was posted on Freitag, April 14th, 2017 at 1:56 pm and is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.

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